installationen sind raumarbeiten. denken braucht raum. zumeist sind es worte oder begriffe, die in meinen installationen bildhaft formuliert werden.

väter und söhne

پسران و پدران 

ausstellungsprojekt mit c:o/K rtl, hin und her, wels-wien-teheran-isfahan

 

die töchter der erinnerung, Museo Vicento Vela, tessin, Ch, herbst 2013

link zum ausstellungsvideo: corpore e potere

die fotoarbeit väter und söhne entstand im rahmen des ausstellungsprojektes ltr, hin und her mit iranischen künstlerInnen, das in wels, wien, teheran und isphahan gezeigt wurde.

die arbeit beschäftigt sich mit kulturell bedingten kleiderordnungen und den ideologiebasierten darstellungsmöglichkeiten vom menschen. 

väter und söhne zeigt eine generationenfolge und verweist auf die verletzbarkeit der balance innerhalb des gesellschaftlichen und familiären miteinanders.

die töchter der erinnerung, eine neunteilige arbeit aus terracotta mit kalkfarbe geweißt, entstand für das ausstellungsprojekt: corpo e potere im museo vicento vela in ligornetto in der schweiz.

die köpfe der neun musen, töchter der mnemosyne, göttin der erinnerung, liegen am boden. bewußt wird hier auf den sockel und die klassische darstellungsform der büste verzichtet. es kommt zu einem bruch mit der repräsentativen form, die den sockel  braucht. friedlich liegen die frauenköpfe da. wie im schlaf. es geht um einen individuellen, persönlichen aspekt des erinnernes.

Ausstellung im Museo Vicenzo Vela, CH, 2013

a c t (2012) entstand im zusammenhang mit dem ausstellungsprojekt  „n a c k t“ in der galerie parz. die buchstaben beziehen sich auf den lebendigen körper, auf rosa haut und falten. 

dem objekt gegenübergestellt sind eine reihe von aktzeichnungen, die mit fotocollage ein sehr reduziertes bild von zumeist weiblichen körpern, körperhaltungen und körpergefühlen geben. a c t ist die aufforderung zu handeln, aktiv und damit lebendig zu werden.



der ursprünglche schwung des kritzelns erfährt in dieser arbeit außerhalb des zeichenblatts eine körperhafte, räumliche dimenson. ausgestochen aus einem stück rasen bleibt die erdige grube. im ausstellungsraum (einem ehemaligen kuhstall) liegt die grazeichnung als ein stück des weiten freiraums und erinnert an wachsen und sich ausdehnen.

ins gras beißen












111 hemden, installation in der kirche st leopold, linz, im zuge der langen nacht der kirche, 2009

viele hemden über uns. wie wäsche in den engen gassen italienischer städte. 

die hemden sind getragen und irgendwann abgelegt worden. jedes hemd erzählt eine kleine geschichte über männer und frauen. die mode der zeit und ihr jeweiliges lebensgefühl setzen zeichen in form von spitzen, manschetten, kragenformen. die hemden stehen für einzelne menschen. wir kennen sie nicht. an den unterschiedlichen formen lassen sich vorlieben und vielleicht auch diverse soziale rollen der träger und trägerinennen erahnen: am smokinghemd, an der theaterbluse, dem unterhemd mit zarten spitzen, dem groben leinenhemd…..die hemden repräsentieren individuen, sind hüllen, die den körper formen, material, das die körper der menschen berührt. sie geben zeugnis vom leben der menschen.

 

 

dasein (2006)

anlass für diese arbeit war der tod einer geliebten person. 

die genähten, mit leim und farbe gestärkten buchstaben positionierte ich in verschiedenen räumen (wohnzimmer, garten, hinterhof), szenen (schaukel, wäscheleine) und situationen und fotografierte diese. das wort sollte als real und greifbarer teil in einem bild und unserer vorstellung erscheinen. 

genetischer code

XY (1996): meine erste arbeit mit stoffbuchstaben bezieht sich auf die männlichen geschlechtschromosomen x und y. das ojekt spielt mit dem wissenschaftlichen sprachgebrauch, der menschliches leben über fomeln definiert.